Eine Studie, die wichtige neue Erkenntnisse liefert und vorhandenes Wissen bestätigt

Im Jahr 2012 führte Chiquita gemeinsam mit dem WWF International ein detailliertes Risiko-und Wasser-Fußabdruck Assessment der wichtigsten landwirtschaftlichen Tätigkeiten durch, einschließlich der Bananen-Produktion in Lateinamerika.

  • Es gibt einen wachsenden Konsens innerhalb von Regierungen, Unternehmen und der NGO-Gemeinschaft, dass die Süßwasserknappheit und Probleme mit der Wasserqualität in vielen Teilen der Welt in den nächsten 20 Jahren dramatisch zunehmen werden.
  • Laut WWF ist der Schutz und die Wiederherstellung der globalen Süßwasser-Ökosysteme im Hinblick auf deren vielfältiger sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Bedeutung zu einer der größten Herausforderungen der Menschheit im 21. Jahrhundert werden könnte.
  • Der Wasserverbrauch steigt bedingt durch Bevölkerungswachstum und höhere Lebensstandards stetig an, während in vielen Regionen die Niederschlagsmengen abnehmen und Süßwasserquellen wie Gletscher -und Grundwasserreserven knapp werden
  • Land- und Stadtbevölkerung sehen sich so in einem zunehmenden gegenseitigen Wettbewerb um die gleichen Süßwasserquellen
  • Wo Wasser in der Vergangenheit kostenlos oder billig war, ändert sich die heute:
    • Steigende Energiekosten für Wasserpumpanlagen
    • Steigende Zahl der Wassernutzer pro Wassermenge
    • An vielen Orten, wo Wasser derzeit noch eine frei und kostenlos verfügbare Ressource ist, wird die Kostenpflicht Realität werden
    • Staatliche Vorschriften der Wassernutzung werden immer strenger und/oder vermehrt durchgesetzt
  • Auf der ganzen Welt haben Wasserknappheit und -verschmutzung zu schweren Störungen des Geschäftsbetriebs und Imageproblemen geführt, welche die Rentabilität der Unternehmen gefährdet.
  • Immer mehr Unternehmen finden, dass neben “Best Practices” mit Blick auf Wasserverwendung und Wasserqualität zur Lösung von lokalen Wasserproblemen zunehmend auch die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren entscheidend ist.

Resultate im Bananenanbau

Im Falle der Bananen schlussfolgert die Studie:

  • Chiquita’s langjährige Partnerschaft mit der Rainforest Alliance hat zu einem besseren Verständnis und Bewusstsein von Wasserfragen im Bananenanbau geführt.
  • Der Wasser-Fußabdruck (Wasserverbrauch pro produziertem Kilogramm Bananen) liegt im Bereich von 400 bis 600 Liter
  • Der natürliche Wasserkonsum durch die Bananenpflanzen selber trägt mit 90% (in Ausnahmefällen bis zu 99%) zu diesem Wasser-Fußabdruck bei.
  • In Regionen mit unregelmäßigen oder saisonalen Niederschlägen ist Bewässerung notwendig; in anderen Gegenden bieten die Niederschläge ausreichend Feuchtigkeit.
  • Der Restbetrag (d.h. jenes Wasser, das nicht von den Bananen selber gebraucht wird) wird in der Packstation während des Wasch-und Verpackungsprozess verwendet. Dieser sogenannte “Process Water Footrpint” kann durch geeignete Massnahmen (z.B. Wasserrezyklierung) auf weniger als zwei Liter pro Kilogramm reduziert werden.
  • Wasser ist eine relativ häufig vorkommende Ressource in jenen Regionen, wo Chiquita Bananen produziert, doch die zunehmende Unregelmäßigkeit und Intensität von Niederschlägen und Dürren, verursacht durch den Klimawandel, haben bereits zu einem erhöhten Bedarf an Bewässerung und damit verbundenen Kostensteigerungen geführt.

Chiquita hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um sowohl den Wasser-Fußabdruck in den Farmen und den Packstationen als auch die Schadstoffbelastung der Gewässer zu minimieren:

  • Überwachung und Management der Bewässerungszyklen
  • Rezyklieren von Wasser in 14 Packstationen
  • Flachere Reinigungstanks
  • Die regelmäßige Überwachung der Wassereinleitungen und der Wasserqualität (als Teil der Rainforest Alliance-Zertifizierung), sowie die mikrobiologische Kontrolle und die Analyse von Pestizidrückständen gewährleisten, dass jegliches Abwasser frei von Verunreinigungen ist
  • Micro-Bewässerung an einigen Orten
  • Ausbringung von schwererem Mulchmateria, Bepflanzung mit Bodenbewuchs und Schaffung von Pufferzonen helfen mit, die Bodenerosion und den Wasserverlust gleichermassen einzudämmen

Herausforderungen und Chancen

  • Kosteneinsparungen im Betrieb (Effizienz-Optimierung)
  • Reduktion wasserbedingter Betriebsrisiken
  • Übergreifende Wasserstrategie und Wasserpolitik
  • Austausch von “Best-Practices”, sowohl intern als auch mit Bananenzulieferern
  • Verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Akteuren für den besseren Umgang mit Wasserrisiken
  • Im Bereich der Wasserverwaltung wird in Lateinamerika bereits Einiges getan. Es besteht ein Trend hin zu Wasser-Fonds und dem Engagement mit der Gemeinschaft. Es gibt gute Möglichkeiten für die regionale Zusammenarbeit mit anderen Wassernutzern, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen und Kommunen. Darüber hinaus bekunden Banken, Regionalbehörden und Finanzinstitute ein steigendes Interesse an der Beteiligung des Privatsektors bei der Bewältigung der Wasserfragen.

Links

Studie: Water Footprint Assessment Banana and Lettuce Products Produced by Chiquita