Laura Tschümperlin, eine ETH-Studentin, verbrachte 2014 mehrere Monate im Nogal Reserve in Costa Rica. Dort sammelte sie wertvolle Daten über Biodiversität.

 

Was war während Ihres Aufenthalts im Nogal Reserve der faszinierendste Moment?

Im wiederbeforsteten Gebiet gleich sechs rot-grüne Papageien auf einem einzigen Baum zu sehen.

 

Und was war das schwierigste Erlebnis?

Leider konnte ich mich nicht so in die Community einbringen, wie ich mir das vorstellte. Es ist mir nicht gelungen, eine von ihnen zu werden.

 

Wie erklären Sie einem schweizerischen Schulkind die Wichtigkeit der Artenvielfalt?

Jedes Tier, jede Pflanze besitzt in unserem Ökosystem eine eigene Rolle. Es ist wie beim Kartenhaus: Entfernt man eine einzige Karte aus dem Geflecht, riskiert man den Zusammenbruch des Hauses.

 

Hat die Reise ins Nogal Reserve Ihren Blick auf die Welt verändert?

Auf jeden Fall. Ich habe gelernt, dass die Menschen, die am wenigsten besitzen, diejenigen sind, die stets zum Teilen bereit sind. Ausserdem sind sie diejenigen, die der Natur am meisten verbunden sind und am nachhaltigsten leben.

 

Welchen Ratschlag geben Sie jemandem mit auf den Weg, der im Nogal Reserve Freiwilligenarbeit leisten will?

Dass man sich dort nicht auf ein einfaches Leben einstellen sollte, da sich die Kulturen doch stark unterscheiden. Aber dass es gerade deswegen eine aussergewöhnliche und wertvolle Erfahrung ist.

 

Haben Sie ein Lebensmotto?

Ich versuche, jeden Tag aufs Neue so nachhaltig wie möglich zu leben.